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Furcht erregend und wuchtig bahnt sich der Krieger seinen Weg und bedient sich dabei eher körperlicher Gewalt und absoluter Unverwüstlichkeit als List und Tücke. Verfallt deshalb aber nicht dem Glauben, dass Krieger hirnlos oder simpel sind: Eure ersten Schritte als Krieger mögen zwar leicht zu bewältigen sein, doch Krieger müssen sowohl ihren
Körper als auch ihren Geist einsetzen, um die mächtigen Fertigkeiten, die sie später erlernen werden, vollständig zu verstehen. Ich habe unendlich viele Krieger gesehen, aber nur die stärksten und entschlossensten können in dieser Welt überleben.
Nachdem ein Krieger einen bestimmten Kenntnisgrad erreicht hat, gelangt er an das Ende seines Weges, der sich in zwei neue Pfade gabelt: den des Gladiators und den des Templers. Einem von beiden wird er folgen, lest also weiter und trefft Eure Wahl.
Gladiator
Gladiatoren sind die wahren Nahkampfexperten in Atreia, sie sind skrupellos und gemein und trainieren ständig, um die verschiedenen Kampfstile, für die ihre Klasse berüchtigt ist, zu perfektionieren. Genau wie die Kriegerklasse, aus der sie hervorgingen, beziehen Gladiatoren ihre Kraft aus ihrer schieren brutalen Körperkraft - einen dieser Giganten im Kampf zu erleben, ist ein wahrhaft Ehrfurcht gebietender Anblick.
Gladiatoren sind ein wichtiger Bestandteil jeder Daevagruppe und bieten Feinden ein großes und mächtiges Ziel, auf das sie ihre Angriffe konzentrieren können. Ihre Gegenwart macht sich stets bemerkbar - und zwar zumeist in Form einer geschliffenen Schwertspitze, wie man hört.
Templer
Der Templer ist eine tapfere Seele, die sich wacker an der vorderen Schusslinie hält, mit seinem Schild Angriffe blockt und pariert und dabei darauf wartet, dass der Feind seine Schwächen zeigt, ehe er zurückschlägt. Treffer machen einen Templer stärker, er kann sein gesamtes Potenzial tatsächlich nur mitten in der Schlacht ausspielen.
Der Templer ist aber mehr als nur ein schwerer Schild und eine scharfe Schwertklinge. Im Gegensatz zu ihren Gladiatorenvettern setzen Templer Beschwörungen und Gesänge zum Schutz und zur Heilung ihrer Verbündeten ein, was zur Vielseitigkeit dieser robusten Klasse beiträgt.
Während die Qualitäten des Kriegers Entschlossenheit, Kraft und schiere Körperstärke sind, verlässt sich der Späher eher auf Geschwindigkeit, Tarnung, Wendigkeit und Aufmerksamkeit. Späher tragen leichte Rüstung und sind daher verletzlich ... vorausgesetzt, sie lassen sich treffen. Späher sind komplexe Kreaturen, denen man sich feinfühlig und gemessen nähern muss, aber hat man ihre Stärken und Schwächen erst einmal verstanden, sind sie wahrhaft gewaltige Gegner! Nachdem ein Späher die erforderlichen Fähigkeiten erlangt hat, kann er eine der folgenden beiden Klassen wählen: Jäger oder Assassine.
Jäger
Jäger sind erfahrene Späher, die lieber alleine oder als Mitglied eines Spezialteams agieren, anstatt sich einer regulären Militäreinheit einzugliedern. Sie sind Einzelgänger, deren Überlebensinstinkt und Fähigkeit, selbst in der feindseligsten Umgebung zu überleben, gut ausgeprägt sind. Ich selbst habe in meinem Leben nur zwei Jäger kennen gelernt, die beide unglaublich schüchtern waren und sich in bewohnten Gegenden nicht wohlzufühlen schienen.
Jäger sind ausgezeichnete Bogenschützen und können herannahenden Feinden Fallen stellen. Außerdem sind sie gut im Umgang mit Dolchen ausgebildet und kämpfen unabhängig von der Entfernung des Feindes.
Ein Jäger muss seine Umgebung immer genau im Auge behalten und muss vorausplanen, um sicherzustellen, dass er den Sieg erringt oder einen Feind sauber tötet.
Assassine
Assassinen sind eine mysteriöse Klasse, über deren Methoden ich trotz jahrelangen Studiums leider nur wenig in Erfahrung bringen konnte. Diese Männer und Frauen sind aber wertvolle Charaktere, die stillschweigend und mit vernichtenden Folgen zuschlagen und mit einer einzigen Aktion ganze Gruppen zu Fall bringen können. Ich habe Gerüchte gehört, denen zufolge sie angeblich keinen Gott anbeten, sondern dem Todesstern folgen.
Sie selbst sind relativ schwach und überleben die unausweichlichen Konsequenzen nur selten, wenn sie vorzeitig entdeckt werden.
Nun wenden wir uns dem Magier zu, jener Klasse, die mich als erste entzückt und dazu inspiriert hat, mehr über die Daeva und ihre Methoden herauszufinden. Magier sind zugleich unheimlich mächtig und ausgesprochen verletzlich - sie können Schaden schrecklichen, Furcht erregenden Ausmaßes zufügen und dabei selbst nahezu unversehrt bleiben. Sie kontrollieren die Elemente und beschwören rasende Feuerbälle und Eisregen herauf, um in den Reihen ihrer Feinde Verwüstung zu stiften. Sie können sogar mit unserem zertrümmerten Planeten kommunizieren und Wurzeln herbeirufen, die ihre Feinde an Ort und Stelle fesseln.
Wie bereits erwähnt, sind Magier aber auch extrem schwach und müssen lernen, ihren Feinden auszuweichen und sie zu trennen, wo immer dies möglich ist. Wie bei allen Klassen ist es lebensnotwendig zu wissen, wann es sich lohnt zu kämpfen und wann es sich empfiehlt zu fliehen; dies ist aber umso wichtiger, wenn der Betreffende sich nur sehr begrenzt verteidigen kann.
Ist es einem Magier gelungen, das gefährdete Dasein der ersten Monate zu überleben, kann er einen von zwei Wegen wählen: den des Zauberers und den des Beschwörers.
Zauberer
Der Zauberer ist in vielerlei Hinsicht der natürliche Nachfolger des Magiers - die Qualen, die diese erlesenen Wenigen verursachen können, sind einfach atemberaubend. Magier bewerfen ihre Feinde mit Feuerbällen, ich habe aber schon Zauberer gesehen, die ein tosendes Inferno heraufbeschworen haben, und wo ein Magier Eisketten wirkt, wartet ein Zauberer mit Eisblizzards und Schneestürmen auf. Mit ihrem Talent schaffen sie es immer wieder, im Kampf das Blatt ohne fremde Hilfe zu wenden, so groß ist ihre Macht.
Zauberer sind jedoch nicht unverwüstlich, sondern sind in der Tat eine der wehrlosesten Klassen in Atreia. Um ihr Überleben zu gewährleisten, ist es oft nötig, andere mit ihrem Schutz zu betrauen; ein Aufwand, der sich angesichts der unglaublichen Macht von Zauberern lohnt.
Beschwörer
Beschwörer sind eine einzigartige Klasse, da ein Großteil ihrer Macht von den Fähigkeiten der Elementargeister herrührt, die herbeizurufen sie gelernt haben. Andere Daeva betrachten dies bis zu einem gewissen Punkt als Makel, da die Kraft, über die sie verfügen, nicht ihre eigene ist. Damit will allerdings nicht gesagt sein, dass Beschwörer schwach sind - vielmehr macht der zusätzliche Schutz, den sie durch Beschwören der Elementargeister erfahren, sie wesentlich widerstandsfähiger als Magier und Zauberer.
Der Weg des Beschwörers ist auf keinen Fall ein leichter. Er beginnt seine Karriere mit stark eingeschränkten Fähigkeiten, dafür aber großem Potenzial, das erst mit zunehmender Erfahrung umgesetzt wird, bis er schließlich vollständige Kontrolle über alle vier Elemente hat.
Nun kommen wir zum Priester, der wohl das Rückgrat jeder erfolgreichen Gruppe bildet. Seine Fähigkeit, Daeva selbst unter den widrigsten Umständen kampfbereit zu halten, darf nicht unterschätzt werden und ist absolut unerlässlich für das Überleben von Gruppen angesichts der Herausforderungen, denen sie sich in Atreia zu stellen haben. Ich habe gesehen, wie kranke Kameraden innerhalb kürzester Zeit vollständig geheilt wurden und wie die Opfer tödlicher Gifte gerettet wurden, ehe sie ihren Angehörigen für immer entrissen werden konnten - und all das durch die Hand eines gütigen und wohlwollenden Priesters.
Nachdem ein Priester die Komplexität seiner Klasse erlernt und verstanden hat, kann er zwischen zwei neuen Pfaden wählen: dem des Klerikers und dem des Kantors.
Kleriker
“Schickt mir meinen Kleriker und ich werde euch zeigen, was es
heißt, auf ewig zu leben”
- Pytherios, 3. Legionär, Verteidigung von Sanctum.
Den Weg des Klerikers einzuschlagen ist für den Priester der natürliche Werdegang, denn Kleriker haben die Fähigkeit, noch tiefere Wunden zu heilen und kranke Freunde vor grausamen Feinden zu beschützen. Legenden zufolge können die besten Kleriker sogar Menschen wieder zum Leben erwecken, ich selbst konnte jedoch noch keinem solchen Wunder beiwohnen.
Kleriker haben außerdem einen gewissen Grad der Selbstverteidigung erlernt und können sich mit Streitkolben und Schild bewaffnet gut behaupten. Sie haben auch Zugang zu einer Reihe stärkender und schwächender Zauber und verfügen über etliche mächtige Angriffszauber, die nichts ahnenden Feinden beträchtlichen Schaden zufügen können.
Kantor
Ein guter Freund fasste einst die Rolle des Kantors für mich zusammen und ich kann mich noch heute an seine Worte erinnern:
“Es geht um Vielseitigkeit, Sabahla. Ein Kantor kann mit einer Hand einen Stab führen, mit dem er auf seinen Feind einschlägt, und gleichzeitig einen Schild heraufbeschwören, um einen gefallenen Kameraden zu beschützen, während er den Rest seiner Gruppe anfeuert.”
Es sollte zwei weitere Jahre dauern, bis ich selbst zum ersten Mal einen Kantor treffen durfte und verstand, dass mein Freund nicht übertrieben hatte. Kantoren gehen in Pflichterfüllung und Glauben auf und disziplinieren ihre Körper und Seelen auf das Härteste. Ihre Fähigkeiten greifen zwar in einige spezialisiertere Rollen über, doch verfügen Kantoren über einzigartige Fertigkeiten, für die jede Abenteurergruppe dankbar sein wird.
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